Die Multisport-GPS-Uhren von der Firma Garmin sind seit vielen Jahren bei SUP-Sportlern sehr beliebt. Der Grund ist einfach: Die GPS-Sportuhren sind derzeit die einzigen, die eine eigene SUP-App mit Trainingsfunktion haben. Der Unterschied zu den Fitnesstrackern von Garmin besteht darin, dass diese zwar auch die SUP-Aktivität per GPS aufzeichnen, aber man damit keine Trainingseinheiten planen und durchführen kann.

Foto Garmin

SUPvienna hat im Laufe der Jahre unterschiedliche Modelle der fenix-Serie getestet:

Alle bisher getesteten Uhren hatten ein transflektives MIP-Display, das in einer guten Beleuchtungssituation (draußen bei Sonnenschein) hervorragend abzulesen ist. Daher sind alle fenix Uhren optimal für den SUP-Sport geeignet. Beim Indoor-Sport im Fitnesscenter, im Schatten oder Dämmerung leidet bei dieser Displaytechnik aber die Lesbarkeit, da einfach zu wenig Licht auf die Uhr trifft. Je nach Modell nehmen die Solar- und Touch-Funktionen sowie das Sapphire- Glas zusätzlich noch etwas von der Helligkeit weg. Der große Vorteil dieser Darstellungstechnik ist jedoch der geringe Stromverbrauch und damit die grandiose Laufzeit der fenix von bis zu 20 Tagen.

Die Firma Garmin hat aber nun einen zweieiigen Zwilling der fenix 7 auf den Markt gebracht, der auf eine gänzlich andere Display-Technologie setzt.
Die Garmin Epix verwendet nun, so wie die Venu2 Plus auch, ein AMOLED Display. Was die Uhr im Allgemeinen kann und wie sie sich im SUP-Sport schlägt, das erfahrt ihr in diesem Testbericht

Gehäuse, Display und Ausstattung

Die Epix Generation 2 (Anm. 2015 gab es schon einmal eine Uhr mit diesem Namen) ist nur in einer Größe mit 47mm Durchmesser erhältlich. Sie entspricht damit der mittleren Größe der fenix-Serie, der fenix7. Zur Auswahl steht die Epix in zwei Versionen:

  • mit 16GB-Speicher und Gorilla Glass mit Edelstahl-Lünette oder
  • mit 32 GB-Speicher, vorinstallierten Karten, GPS-Multiband und Saphirglas mit DLC-Titan bzw. reiner Titan-Lünette

Wir testen die Epix SAPPHIRE Schwarz/Schiefergrau Titan (Firmware 9.33). Die Uhr ist sehr wertig verarbeitet und die Tasten haben einen spürbaren Druckpunkt. Das Display hat eine Auflösung von 416 x 416 Pixel und kann 64.000 Farben darstellen. Weiters bietet es die Möglichkeit einer Touch-Bedienung, die aber je nach Anwendung/Sportart auch deaktiviert werden kann.
Die Anzeige ist entweder immer vorhanden oder wird mittels Gestensteuerung (Armbewegung) bzw. Druck auf eine Taste oder den Touchscreen aktiviert. Der 32 GB Speicher ist ausreichend groß um alle Karten und viele Stunden Musik auf der Uhr abzulegen.

Der Herzfrequenzsensor auf der Unterseite der Uhr wurde gegenüber der fenix 6 weiter überarbeitet und ist der gleiche, wie in der fenix 7. Er misst nun noch etwas exakter und erreicht bei otimalen Bedingungen z.B. beim Rad fahren oder Laufen fast EKG-Genauigkeit. Es gibt aber auch Aktivitäten, die besser mit Brustgurt überwacht werden sollten. Dazu gehören alle Sportarten, bei denen die Uhr durch starke Handbewegungen verrutschen kann, bzw. die Hand- und Armmuskulatur stark angespannt wird. Wir empfehlen daher bei allen Sportarten und speziell auch für das Stand-Up-Paddeln das Tragen eines Brustgurts (HRM-Tri™ von Garmin) und für die restlichen 24/7-Aktivitäten den Handgelenkssensor.


Fitness-Tracker, Multi-Sportuhr und Smartwatch zugleich.

  • Als Fitness-Tracker ermittelt die Uhr die Schlafgewohnheiten, die getätigten Schritte und die Anzahl der zurückgelegten Stockwerke. Die Herzfrequenz, der Stresslevel, der Sauerstoffgehalt des Bluts und die Atmung können 24/7 überwacht werden.
  • Als Smartwatch mit einer Kopplung an ein Bluetooth® 4.0 fähiges Smartphone können Mitteilungen gelesen, Kalendereinträge übertragen, Telefonanrufe entgegengenommen und die Musiksteuerung durchgeführt werden.
  • Als GPS-Sportuhr stehen eine Vielzahl an Sportarten zur Auswahl, dazu etwas später mehr.

Konfiguration mit Garmin Connect APP

Vor dem Kauf einer Sportuhr dieser Kategorie muss man sich im Klaren sein, dass man dafür technisches Interesse und etwas Geschick mitbringen muss. Weiters sollte man bereit sein seine Zeit nicht nur für das Training selbst, sondern auch für die Konfiguration der Uhr und die Auswertung zu investieren. Wer etwas Hilfe bei der Einrichtung der Uhr benötigt, der findet im Netz bereits viele ausführliche Berichte und Anleitungen. Natürlich steht auch SUPvienna für Fragen zur Verfügung.

Alle persönlichen Einstellungen wie Alter, Gewicht, Laktatschwelle und großteils das Aussehen der Epix und die Konfiguration der Aktivitäten müssen mit der Handy-App durchgeführt werden.
Auch die Herzfrequenzbereiche können nur mehr direkt auf der Uhr oder über die Handy-App im Benutzerprofil eingestellt werden. Die Herzfrequenzbereiche können als %-Satz von der maximalen Herzfrequenz, von der Herzfrequenz-Reserve (HF max – Ruhe-HF = HFR) oder von der Laktatschwelle abgeleitet werden.

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Davon getrennt können für die Trainingsarten Laufen, Radfahren, Schwimmen weitere Herzfrequenzbereiche nach dem selben Schema festgelegt werden.

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Die direkte Eingabe der Pulswerte für die einzelnen Bereiche ist leider nicht mehr möglich. Wenn man seine HF-Bereiche für die Sportart Radfahren kennt (z.B. durch eine sportmedizinische Untersuchung), sollten folgende Korrekturwerte berücksichtigt werden:

  • Laufen +10 bis +15
  • SUPen und Rudern +7 bis +10
  • Schwimmen -10 bis -15

Diese Korrekturwerte können leider nur mehr durch Verschieben der %-Angaben und Änderung der Berechnungsmethode festgelegt werden.


Displayeinstellungen

Da das neue AMOLED Display deutlich mehr Strom verbraucht, ist eine persönliche Anpassung der Anzeige im Systemmenü notwendig. Je nach Einstellung sind so Akkulaufzeiten der Uhr zwischen 6 und 16 Tagen (mit HF-Messung, jedoch ohne Aktivitäten und Satelliten-Funktion) möglich.

Für die Anzeige kann ein unterschiedliches Verhalten
-) für die Nachtstunden (zeitgesteuert z.B. zw. 22:00 und 6:00),
-) für die allgemeine Nutzung am Tag und
-) während der Aktivität
festgelegt werden.

Allgemeine Nutzung: Always-On (hell), Always-On (gedimmt)
und Schlaf-Modus

Die längste Nutzungsdauer zwischen zwei Ladevorgängen erreicht man, wenn sich das Display bei der allgemeinen Nutzung automatisch ausschaltet und nur durch Druck auf den Touchscreen oder einen Knopf aktiviert wird.
Die Gestensteuerung – Drehbewegung des Arms – zur Aktivierung des Display funktioniert im Alltag gut. Trotzdem wird die Anzeige manchmal unnötig oft eingeschaltet.



Für die meisten Aktivitäten wird es hingegen sinnvoll sein, dass die Anzeige an ist. Man will ja schließlich beim Trainieren eine entsprechende Rückmeldung von der Uhr bekommen. Aber auch im Always-On-Modus wird die Helligkeit nach einem einstellbaren Zeitlimit von max. 15 Sekunden reduziert. Beim nächsten Ereignis (z.B. Abbiegehinweis bei der Navigation oder Abschnittswechsel beim Training) wird wieder auf die voreingestellte Helligkeit für weitere max. 15 Sekunden zurückgekehrt.
Bei starker Sonneneinstrahlung leidet damit die Lesbarkeit während der gedimmten Phase des Always-On-Modus. Wer beim Outdoor-Training ständig eine gleichbleibend helle Anzeige benötigt, sollte daher lieber zur fenix7 greifen.

Da die Anzeigeeinstellungen für alle Aktivitäten gelten, muss man zu einem Trick greifen um das Displayverhalten für einzelnen Sportarten speziell abzuändern.

Im Menü Power Manager können sog. Energiemodi festgelegt werden. Diese wiederum können dann beim Aufrufen einer Aktivität zugeordnet werden und Änderungen am Uhrensetup hervorrufen. Neben der Satelliten-Technik, der Kommunikation mit dem Telefon und den angeschlossenen Sensoren, ist es auch möglich das Verhalten des Displays und der Helligkeit zu fixieren. Das Deaktivieren des „Always-On-Modus“ ermöglicht das temporäre Ein- bzw. Abschalten der Anzeige per Knopfdruck (Knopf links oben).

Menüstruktur

Praktisch ist das weiterhin unverändert gebliebene Steuermenü, das bereits mit der fenix 5 eingeführt wurde.
Durch einen langen Druck auf die Lichttaste (links oben) bekommt man eine Auswahl an Kurzbefehlen, die einen raschen Zugriff auf wichtige Funktionen erlauben.

Seit der fenix 6 gibt es die sog. Widget-Schleife. Diese wurde bei der Epix überarbeitet und nennt sich nun „Übersichten“. Durch Druck auf die Up- oder Down-Taste gelangt man zu kleinen Infotools, die einen raschen Überblick über den aktuellen Trainingzustand, die letzte Aktivität, Anzahl der Stockwerke bzw. Schritte, sowie die Gesundheitsstatistik ect. geben. Weiters können Daten vom Smartphone wie Kalender oder Benachrichtigungen sowie das Wetter angezeigt werden.

Beim erstmaligen Drücken der Start-Taste kommt man zu den Aktivitäten und Apps. Derzeit gibt es mehr als 80 Garmin-eigene (Sport-) Apps, die bereits in der Epix vorhanden sind und über das Smartphone leicht konfiguriert werden können.

Trainingsseiten

Besonders wichtig für eine Sportuhr ist, dass man sie optimal an die persönlichen Wünsche anpassen kann. Für jede Sportart können die Anzahl der Datenseiten, das Erscheinungsbild jeder Seite, die Anzahl und Funktionen der darzustellenden Felder, die Alarme und Trainingsfunktionen individuell festgelegt werden. Das alles kann erstmals bei der fenix 7 bequem über das Handy konfiguriert werden.

Im Menü können bis zu 10 Trainingsseiten, die HF-Bereich-Skala, die Karte, der virtuelle Partner und die Uhrzeit aktiviert werden. Die Umschaltung erfolgt entweder automatisch oder mittels Auf/Ab-Tasten links unten.

Spezielle Anzeigefelder fürs SUPen

Neben den für alle Sportarten üblichen Anzeigefeldern der Kategorien Timer, Distanz, Pace, Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Uhrzeit stehen für Rudern und SUPen die sogn. ‚Schlagfelder‘ zur Auswahl:

In der Praxis zeigt sich, dass oft weniger Seiten und Anzeigefelder besser für den Stand-Up-Paddle-Sport geeignet sind.

Diese speziellen Anzeigefelder für den SUP-Sport unterstützen auch alle Fitness-Uhren wie z.B. die vivoactive 3 bzw. 4 oder die Venu. Was sie aber nicht haben, sind die Trainings- und Navigationsfunktionen.

Kartenauswahl und Routingfunktion

Die Epix besitzt Kartenmaterial mit Routingfunktion. Für jede Aktivität kann festgelegt werden, welches Kartenmaterial und welche Darstellung verwendet werden soll.
Bei den Karten kann man neben der länderspezifischen TopoActive auch die Garmin Ski Map auswählen.

Bei der Darstellung kann zwischen

  • System
  • Marine (SUP)
  • Hoher Kontrast
  • Dunkel
  • Beliebtheit
  • Skifahren (Piste)

ausgewählt werden.

Beim Routing wiederum stellt man ein, wie die Streckenpunkte ‚abgefahren‘ werden. Man kann hier unter dem Punkt ‚Aktivität‘ zwischen

  • Luftline (für SUP),
  • Auto, Motorrad,
  • Radfahren, Tourenradfahren, Mountainbiken, etc.
  • zu Fuß, Wandern, Bergsteigen oder
  • Off-Road-Fahren wählen.

Danach kann eingestellt werden, ob der Strecke 1:1 gefolgt werden soll (für SUP optimal) oder mithilfe der Karte die Strecke in der Uhr neu berechnet wird.
Für Letzteres wird dann eine der Berechnungsmethoden angewendet, die entweder

  • die Zeit,
  • die Distanz oder
  • den Anstieg minimiert.

GPS-Konfiguration

Die Epix hat einen neuen Satellitennavigations-Chip eingebaut, der neben dem GPS auch die Signale von GLONASS, GALILEO, BeiDou, und QZSS auswerten kann. Die Sapphire-Version kann zusätzlich auch noch Satelliten-Signale auf unterschiedlichen Frequenzen (Multiband) auswerten und damit die Genauigkeit nochmals erhöhen.

Neu ist auch die Möglichkeit die Auswahl der Satellitensysteme der Uhr zu überlassen. Mit SatIQ wird abhängig von der Qualität und Anzahl der verfügbaren Satellitensignale zw. ‚GPS‘, ‚Alle Systeme’ und ‚Multiband’ automatisch im Hintergrund umgeschaltet. Laut Garmin soll damit die Akkulaufzeit erhöht und gleichzeitig die Genauigkeit von Multiband-GPS während der gesamten Aktivität gewährleistet werden.

Bei unserem Test sind wir viermal die selbe Strecke abgegangen und haben jedesmal die Satelliten-Modi abgeändert. Generell haben die Epix und fenix 7 die beste GPS-Aufzeichnungsqualität von allen Garminuhren, die wir bisher getestet haben.
Keine der vier Satellitenaufzeichnungen hat starke Abweichungen gezeigt. Kurz nach dem Start und in den stark bewaldeten Abschnitten sind generell die aufgezeichneten Tracks etwas unruhiger und Abweichungen vom tatsächlichen Weg stärker vorhanden. Bei freier Sicht auf den Himmel, wie dies auch beim Stand Up Paddeln meist vorkommt, ist mit einer sehr guten Positionsauflösung mit allen Satelliten-Modi zu rechnen. Die Multiband-GPS-Signal-Auswertung der Sapphire-Version toppt die Messgenauigkeit nochmals und auch SatIQ ist eine sehr gute Funktion, die hält, was Garmin verspricht.


Trainingsplanung

Die Trainingsplanung kann sowohl mittels Garmin Connect – Seite  als auch mit der Garmin-Connect-App für Android oder iOS direkt am Smartphone erstellt werden.

Streckenplanung am PC

Für die Streckenplanung setzt man sich am Besten vor den PC. Mit ein paar Mausklicks stellt man die eigene Route zusammen, wandelt bereits absolvierte Trainings in Strecken um oder importiert aus dem Internet GPX-Files. Danach sendet man seine Streckenauswahl an die Uhr.

Streckenerstellung mit Garmin Connect am PC

Die Strecken können dann auch öffentlich freigegeben werden. Hier ein Link-Beispiel
VogalongaOnSUP @supvienna.com

Ebenso ist auf dem Smartphone ein Import von fertigen Strecken aus dem Internet möglich, die dann widerum an die Uhr gesendet werden können. Wie das genau funktioniert, werden wir in einem eigenen Beitrag zeigen.


Abrufen eines Trainings bzw. einer Strecke auf der Uhr

Das Abrufen eines Trainings oder einer Strecke erfolgt wieder aktivitätsbezogen. Also ein Training, das für das Radfahren erstellt wurde, erscheint auch dann nur in der Liste für das Radfahren und Mountainbiken, nicht jedoch beim Laufen.

Derzeit – mit der Firmware 9.33 – ist die Anzahl an Trainings auf 13 beschränkt!
Hier kann man sich nur aushelfen, indem man die Trainings in den Kalender einträgt und dann in der Uhr über das Menü Training/Trainingskalender abruft.


Auswertung auf der Uhr, am Smartphone oder PC

Nachdem man die Sportart beendet hat, erscheint sofort eine Übersicht über mehrere Seiten.

Speichert man dann die Aktivität ab, können die Daten von der Uhr via Bluetooth über das Smartphone bzw. direkt über W-LAN auf Garmin-Connect im Internet geladen werden. Zu beachten ist, dass derzeit ohne Internetverbindung keine Auswertung am Smartphone möglich ist.

Für den Ruder- und SUP-Sport stehen dann auf Garmin-Connect folgende Grafiken und Statistiken am PC zur Analyse bereit.

Detaillierte Auswertung am PC von Geschwindigkeit – Zugzahl – Distanz/Zug beim SUPen

Auch die Auswertung über die Garmin-Connect-App bietet ähnliche Möglichkeiten:

Die Übersichtsseite zeigt die Summenzeit, die Distanz, den Kalorienverbrauch und die Durchschnittsgeschwindigkeit sowie die Strecke auf der Karte an.
Die grafische Auswertung der Daten lässt genauere Rückschlüsse auf das Training oder die SUP-Tour zu. Eine Geschwindigkeitsdarstellung in der App ist leider derzeit nicht möglich.
Die Detailanzeige gibt die Durchschnitts- und Maximalwerte der Züge, Pace, Geschwindigkeit und Herzfrequenz an.

Ein Bearbeiten / Kürzen der aufgezeichneten Daten ist nun ebenfalls möglich!


Physiologische Messwerte

Die Epix bietet gegenüber der fenix 6-Serie weitere Auswertungs-Tools. Die Gesundheits- und Leistungsstatistiken in der App und auf der Uhr wurden nochmals erweitert.

Training Status 2.0

Die Trainingsbereitschaft ermittelt anhand von Faktoren wie Schlaf, Erholungszeit, akute Trainingsbelastung, Stress und HFV-Status in wie weit ein Nutzen aus dem nächsten Training gezogen werden kann. Die Trainingsbereitschaft wird fortwährend berechnet und ändert sich im Laufe des Tages dynamisch.

Anhand des HFV-Status wird auch der Trainingszustand berechnet, da er Hinweise darauf liefert, wie das vegetatives Nervensystem auf das Training reagiert. Ausgewogene HFV-Werte können auf ein gutes Verhältnis von Training und Erholung, eine bessere kardiovaskuläre Fitness und eine bessere Belastbarkeit in Bezug auf Stress hindeuten, sodass sie sich positiv auf den Trainingszustand auswirken. Unausgewogene, niedrige oder schlechte Werte können u. a. auf Müdigkeit, ein größeres Bedürfnis nach Erholung oder auf erhöhten Stress hindeuten, sodass sie zu einem schlechteren Trainingszustand führen können.

Weiters fließen in die Berechnung des Trainingszustandes die Belastung und VO₂max ein. Dazu haben wir einen eigenen Artikel geschrieben und sind darin speziell auf den SUP-Sport eingegangen. Garmin: Physiologische Messwerte 2.0


SUPvienna Fazit:

  • Das Display der Epix ist schärfer und farbintensiver als das der fenix7. Das AMOLED Display bietet in vielen Situationen eine deutlich bessere Lesbarkeit. Nur als „Radcomputer“ oder „Trainingsgerät beim SUPen“ ist das transflektives MIP-Display der fenix klar im Vorteil, da es um so besser wird, je mehr Sonne auf das Display scheint.
  • Das viel genauere und stromsparendere Satelliten-Empfangsmodul, je nach Modell auch mit Multiband bzw. SatIQ, ist besonders positiv hervorzuheben.
  • Die Akku-Laufzeit in der Praxis liegt bei 7-8 Tagen, wenn das Display bei der allgemeinen Nutzung ausgeschalten ist und jeden Tag zwei Stunden Sport im Freien mit Satelliten-Empfang (SatIQ) gemacht wird.
  • Der Touch-Screen ist eine nette Zugabe für den Alltag.
    Beim Sport ist die 5-Tastenbedienung aber klar im Vorteil und deswegen wurde von uns die Touch-Funktion für Aktivitäten deaktiviert.
  • Die Konfiguration der Uhr über die Connect-App am Smartphone ist eine praktische neue Funktion. Hier hat Garmin fast alles richtig gemacht. Leider hat die Übersichtlichkeit beim Einstellen der Herzfrequenzbereiche darunter gelitten.
  • Die Software und der Funktionsumfang bezüglich Gesundheits- und Trainingsauswertung sind für den (SUP)Sport gegenüber der fenix6 nochmals erweitert worden.
  • Der Preis der Epix ist für eine GPS-Sportuhr schon recht beachtlich.
    Vernünftige Alternativen findet man aus unserer Sicht aber nur bei Garmin, man muss allerdings dann auf das AMOLED Display verzichten.

Weiterführende Links zum Thema Sport, Ernährung und Gesundheit: