SUPvienna hat im Laufe der Jahre unterschiedliche Modelle der fenix-Serie auf ihre SUP-Tauglichkeit getestet:

Alle bisher getesteten Fenix Uhren hatten ein transflektives MIP-Display, das in einer guten Beleuchtungssituation (draußen bei Sonnenschein) hervorragend abzulesen ist. Daher sind alle fenix Uhren optimal für den SUP-Sport geeignet. Beim Indoor-Sport im Fitnesscenter, im Schatten oder Dämmerung leidet bei dieser Displaytechnik aber die Lesbarkeit, da einfach zu wenig Licht auf die Uhr trifft. Je nach Modell nehmen die Solar- und Touch-Funktionen sowie das Sapphire- Glas zusätzlich noch etwas von der Helligkeit weg. Der große Vorteil dieser Darstellungstechnik ist jedoch der geringe Stromverbrauch und damit die grandiose Laufzeit der fenix von mehr als zwanzig Tagen.

Fenix 7 Pro und Garmin Epix Pro mit neuem HF-Sensor mit EKG-Messung

Die Firma Garmin hat mit der Epix-Serie nun einen zweieiigen Zwilling der Fenix-Serie auf den Markt gebracht, die auf eine gänzlich andere Display-Technologie setzt. Die Garmin Epix (Standard) und nun auch die neue Epix Pro verwenden ein AMOLED Display.
Wie man die Uhr generell und im Speziellen für den SUP-Sport konfiguriert und wie gut sie sich für diesen Wassersport geeignet ist, erfahrt ihr im Bericht über die Standard-Edition.

Was ihr von der Pro-Variante mit neuem Herzfrequenz-Handgelenkssensor erwarten könnt, das erfahrt ihr nun.

Unterschiede zwischen Epix 2 Standard und Epix 2 Pro

Die Epix 2 ist nun in noch mehr Ausstattungsvarianten und Größen lieferbar:

  • Standard Edition – Größe nur 47mm
  • Sapphire Edition – Größe nur 47mm (Testbericht)
  • Pro – Standard Editionen – drei unterschiedliche Größen 42, 47 und 51mm
    Umfassen alle Funktionen der Standard Editionen inklusive zusätzlichem Multi-Frequenz Empfang, einem neuen Herzfrequenz-Handgelenks-Sensor und einer integrierten LED-Taschenlampe
  • Pro – Sapphire Editionen – drei unterschiedliche Größen 42, 47 und 51mm mit
    zusätzlichem Sapphire™ Glas und vorinstallierten TopoActive-Karten

Sport mit oder ohne HR-Brustgurt

Wir sind schon einmal der Frage nachgegangen, ob man bei Ausübung des SUP-Sports nur dem HF-Sensor der Uhr vertrauen kann, oder ob ein Brustgurt angelegt werden sollte. Die Aussage damals beim Test der fenix 5+ (nachzulesen unter SUPen mit oder ohne HR-Brustgurt) war klar für den HR-Brustgurt. Nun ein paar Jahre später und mit dem neuen HF-Sensor der fenix7pro = epix2pro sieht es schon etwas besser aus. Der eingebaute Sensor sieht deutlich anders aus, ist von seiner Bauform bereits für eine EKG-Messung ausgelegt (mehr dazu später) und soll auch die Herzfrequenz bei Intervalltraining genauer messen können.

Beim Radfahren werden die Unterarme kaum belastet, das Blut kann gut zirkulieren und damit sind die Unterschiede der Herzfrequenzwerte zw. einer Epix Pro mit Messung am Handgelenk und einer Epix (Standard) mit externem Brustgurt HRM-Tri™ marginal.

Wie sieht es nun beim SUP-Sport aus. Die Armmuskulatur wird bei jedem Paddelschlag be- und entlastet und das dazu noch recht unterschiedlich, je nachdem welche Hand gerade am Paddelgriff oben ist.
Der neue HF-Handgelenkssensor in der epix2pro macht sich sehr gut. Beim gemütlichen SUPen sind die gemessenen Werte ebenfalls zum Brustgurt annähernd gleich. Beim sportlichen Paddeln mit Intervalltraining gibt es aber immer wieder kurze Einbrüche in der HF-Kurve beim internen Sensor. Dieses Phänomen haben auch schon andere Tester berichtet. Wir hoffen auf eine Verbesserung durch ein Firmware-Update.

Generell kann man mit der Epix2pro beim Genusspaddeln auf den externen HF-Brustgurt ohne weiteres verzichten und bekommt trotzdem aussagekräftige HF- und physiologische Messwerte.


EKG Messung am Handgelenk

Die Garmin-Uhren Fenix 7 Pro, Garmin Epix Pro, Garmin Tactix 7 AMOLED, und Venu 3/3S haben alle den neuen Sensor ELEVATE V5. Damit sind nun mehrere Uhren von Garmin verfügbar, die imstande sind eine EKG-Messung durchzuführen. Alle wichtigen Infos dazu findet ihr unter
Garmin Expands ECG Feature to More Watches: How to Use It. Derzeit ist die Funktion nur in den USA freigeschaltet. Garmin plant aber auch die Freigabe in der EU zu bekommen.

Mit etwas technischem Geschick kann man aber auch hierzulande die EKG-App auf die Garmin-Uhr bekommen (Anleitungen dazu findet man im Internet).
Für Testzwecke haben wir auf der Garmin Epix2pro mit neuester Firmware (14.68) die EKG-App installiert. Die Anleitung und Fragen bei der Aktivierung der EKG-App sind bereits in deutscher-Sprache abgefasst. Bei der Messung selbst muss man dann die Lynette der Uhr (am linken Handgelenk) mit zwei Fingern der anderen (rechten) Hand berühren und der Anleitung und Auswertung folgen. Der Puls muss sich bei der EKG-Messung im Bereich zwischen 50 und 120 Schlägen pro Minute befinden.

Die Dokumentation und Sicherheitshinweise selbst sind derzeit nur in Englisch verfügbar und hier abrufbar. Derzeit sind nur zwei Ergebnisse auswertbar: Sinusrhythmus und Vorhofflimmern. Ein Herzinfarkt kann nicht detektiert werden.


Physiologische Messwerte

Die Epix Pro bietet gegenüber den schon etwas älteren Garmin-Uhren weitere Auswertungs-Tools, die man in der Rubrik Gesundheits- und Leistungsstatistiken in der Connect-App findet.

Bei der Gesundheitsstatistik ist nun auch Blutdruck, Health Snapshot und eben EKG hinzugekommen. Den Blutdruck können die Garmin-Uhren derzeit noch nicht messen, sondern man muss die Werte händisch wie z.B. das Gewicht eingeben. Der Health Snapshot macht eine Momentaufnahme der Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung des Blutes, der Atemfrequenz und des Stress-Faktors.

Für den SUP-Sport relevante Leistungsstatistiken haben wir bereits ausführlich im diesem Artikel Garmin: Physiologische Messwerte 2.0 erklärt.
Alle hier im Bild angeführten Leistungsstatistiken sind auch in der fenix7 und Epix2 verfügbar. Garmin hat hier ganze Arbeit geleistet und sehr viele Funktionen seit unserem letzten Test hinzugefügt.

Die Trainingsbereitschaft ermittelt anhand von Faktoren wie Schlaf, Erholungszeit, akuter Trainingsbelastung, Stress und HFV-Status in wieweit ein Nutzen aus dem nächsten Training gezogen werden kann. Anhand des HFV-Status wird auch der Trainingszustand berechnet, da er Hinweise darauf liefert, wie das vegetative Nervensystem auf das Training reagiert. Ausgewogene HFV-Werte können auf ein gutes Verhältnis von Training und Erholung, eine bessere kardiovaskuläre Fitness und eine bessere Belastbarkeit in Bezug auf Stress hindeuten, sodass sie sich positiv auf den Trainingszustand auswirken. Unausgewogene, niedrige oder schlechte Werte können u. a. auf Müdigkeit, ein größeres Bedürfnis nach Erholung oder auf erhöhten Stress hindeuten, sodass sie zu einem schlechteren Trainingszustand führen können.

Neu, und für den SUP-Sport relevant, ist der Ausdauerwert. Er gibt Aufschluss über die Fähigkeit körperliche Aktivitäten über längere Zeit fortzusetzen.

Für alle, die genauer wissen wollen wie man die Uhren optimal für den (SUP-)Sport einstellt, verweisen wir dieses Mal auf unsere anderen Garmin-Artikel.


SUPvienna Fazit:

  • Das Display der EpixPro ist schärfer und farbintensiver als das der fenix7pro. Das AMOLED Display bietet in vielen Situationen eine deutlich bessere Lesbarkeit. Nur als „Radcomputer“ oder „Trainingsgerät beim SUPen“ ist das transflektives MIP-Display der fenix 7 klar im Vorteil, da es umso besser wird, je mehr Sonne auf das Display scheint.
  • Das viel genauere und stromsparendere Satelliten-Empfangsmodul mit Multiband bzw. SatIQ ist nun in allen PRO-Modellen verbaut und besonders positiv hervorzuheben.
  • Die Akku-Laufzeit in der Praxis liegt bei 7-8 Tagen, wenn das Display bei der allgemeinen Nutzung ausgeschaltet ist und jeden Tag zwei Stunden Sport im Freien mit Satelliten-Empfang (SatIQ) gemacht wird.
  • Die Software und der Funktionsumfang bezüglich Gesundheits- und Trainingsauswertung sind für den (SUP)Sport nochmals erweitert worden.
  • Der neue verbesserte Herzfrequenz-Handgelenks-Sensor mit EKG-Messung bietet auch für den SUP-Freizeitsportler eine sehr gute Genauigkeit und der manchmal lästige Brustgurt kann getrost zu Hause bleiben.

Weiterführende Links zum Thema Sport, Ernährung und Gesundheit: