Einige iSUPs werden schon mit sehr guten Handpumpen ausgeliefert, so z.B. das Starboard Touring Deluxe. In ca. 10 bis 15 Minuten hat man ein iSUP mit einem Volumen von 300l aufgepumpt und sich dabei auch gleich aufgewärmt. 

Was und wem bringt nun eine elektrische  Pumpe etwas?  Wenn man mehr als ein Board aufblasen muss, kann einem selbst schon mal die Luft ausgehen, oder man will die Zeit für andere Aktivitäten wie z.B. Umziehen nützen.

Die meisten Pumpen werden von der Firma Scoprega unter dem Namen Bravo gebaut und von den Boardherstellern oder Importeuren mit ihrem Logo-Aufdruck versehen. 

BRAVO hat unterschiedliche e-Pumpen im Sortiment:

  • Die Turbo-Pumpe, die zuerst dem Board rasch Volumen gibt und dann in einen Hochdruck-Modus umschaltet, um auf die notwendigen 15 PSI zu kommen; oder
  • Die Hochdruck-Pumpe, die gleichmäßig Luft schaufelt und damit das iSUP auf bis zu 22 PSI bringt.

Da immer mehr Hersteller von iSUPs den maximalen Druck mit 18 und mehr PSI angeben, ist die Entscheidung für eine Hochdruck-Pumpe sinnvoller.

Die Bravo Hochdruck e-Pump BP12 SUP (VP €139.-) arbeitet mit 12V und wird entweder an der Autobatterie oder an einem Akku betrieben. 


Links das ‚Starterkabel‘ zum Betrieb der Pumpe an der Autobatterie; rechts das Ladegerät 

Die Pumpe zieht im Betrieb einen Strom von ca. 20A und lt. Typenschild sogar max. 30A. Damit darf die Pumpe nicht über die üblichen 12V-Dosen im Auto versorgt werden, sondern muss direkt mit den mitgelieferten Kabeln an die Autobatterie angeschlossen werden.

Wer lieber unabhängig sein will, der betreibt die Pumpe mit einem Akku.

Zwei Akku-Typen stehen zur Auswahl:

  • Der Blei-Gel-Akku kann für ca. zwei iSUPs mit je einem Volumen von 300l verwendet werden. Der Verkaufspreis von Akku und Ladegerät liegt bei € 99.-
  • Der Ni/Mh-Akku ist etwas leistungsstärker und hält für drei bis vier Boards dieser Größe, kosten aber auch deutlich mehr VP €229.-

Für ein Board mit einem Volumen von 300l muss man, abhängig vom gewählten max. Druck, mit knapp unter 8 Minuten Pumpaktivität rechnen. Die Bravo BP 12 SUP schaltet sich automatisch ab, wenn der voreingestellte Druck (max. 22 PSI=1,5bar) erreicht ist. Danach sollte eine Pause einlegen werden, da die Pumpe und der Hochdruckschlauch sich doch recht stark erwärmen.

Man kann die Pumpe auch zum Auslassen der iSUPs verwenden, wenn man den Schlauch oben auf der Pumpe befestigt.


Links ist die iSUP-Befestung und rechts die Klemmung an der Pumpseite zu sehen. 

Generell ist der Hochdruckschlauch gut verarbeitet. Die schwarze Klemmvorrichtung ist jedoch ein klarer Schwachpunkt! Durch die starke Erwärmung geht der Schlauch schon mal während des Pumpvorganges ab und die kleinen Klemmnasen werden mit Sicherheit einmal abbrechen. 


SUP-Vienna Fazit:

Trotz des Defizites des Schlauchs, erledigt die BP12 SUP ihre Aufgabe sehr gut. Die Akkulebensdauer wird beim Blei-Akku mit ca. 400 Ladezyklen angegeben, beim Ni/Mh-Akku mit dem Doppelten. Den Ladevorgang sollte man nicht unbeaufsichtigt lassen und die ‚Akkupflegetipps‘ von SUP-mag Ausgabe 1/2016 beachten. Wenn man Bravo-Pumpen kennt, dann weiß man, dass sie meist kürzer halten als die oben beschriebene Akku-Lebensdauer.  Dies gilt übrigens auch für die hier getestete BP12 SUP.