Muss man beim SUPen wirklich eine Schwimmweste, ein Personal Flotation Device (PFD) tragen?

Generell sollten Kinder (bis 12) immer und Jugendliche, wenn sie alleine unterwegs sind, Schwimmwesten tragen. Das gilt unabhängig davon wie gut sie schwimmen können. Auch gute Schwimmer können rasch an ihre Grenzen stoßen, wenn sie weiter weg vom Ufer sind und das Wasser weniger als 15 Grad hat. Wind und Wellen können ebenfalls die Rückkehr an Land stark hemmen. Generell, und besonders unter diesen Bedingungen, raten wir auch unbedingt zur Verwendung einer Leash.
Für Erwachsene gilt PFD-Pflicht spätestens dann, wenn es auf zum Fließ- bzw. Wildwasser-SUPen geht.

Besonders länderspezifische oder regionale Regelungen sind einzuhalten:

  • In Österreich: „Das Tragen von Schwimm- oder Rettungswesten ist zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, im Unglücksfall wäre das Fehlen von adäquater Sicherheitsausrüstung jedoch zweifellos als Verletzung der Allgemeinen Sorgfaltspflicht (§ 7 Schifffahrtsgesetz, § 1.04 WVO und § 6 SFVO) zu bewerten.“
  • In der Schweiz und am Bodensee z.B. gilt eine Mitführungspflicht ab einer Entfernung von über 300m vom Ufer.
  • In Italien gilt für SUPer, wie auch für Windsurfer, eine PFD-Pflicht (100N)
    ab einer Entfernung von über 300m vom Ufer
  • In Frankreich am Meer gilt ebenso PFD- und Licht- Pflicht
  • In Kroatien darf man sich als SUPer nur 300m vom Ufer entfernen und muss eine PFD mit 100N tragen.

Was muss eine Schwimmhilfe bzw. -weste können, damit sie für das SUPen geeignet ist?

  • kompakter, schlanker Schnitt, damit man viel Bewegungsfreiheit für die Paddelbewegung hat
  • genügend Auftriebskraft haben und auf das Körpergewicht bzw. vorrangig auf das Einsatzgebiet (See, Meer, Fluss) abgestimmt sein, und
  • den Normen für Schwimmwesten EN ISO 12402 und den gesetzlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder entsprechen

Auftriebsklassen und deren Einsatzgebiet

Es wird generell zwischen

  • Feststoffwesten,
  • selbst auslösenden, automatischen CO2-Rettungswesten, die bei Wasserkontakt auslösen, und
  • manuellen, halbautomatischen CO2-Rettungswesten unterschieden.

Zum SUPen eignen sich nur Feststoffwesten und halbautomatische Westen mit CO2-Patrone und manuellem Auslösemechanismus.

Auf der Suche nach passenden Schwimmhilfen und -westen für den SUP-Sport, die diese Punkte erfüllen und eine Auftriebskraft zw. 50N und 100N besitzen, sind wir auf die Produkte vom Palmequipment und Restube gestoßen.

iPFD

Die Firma Restube bietet sowohl aufblasbare PFD, sogenannte iPFD, als auch Schwimmbojen an, die mit CO2-Patronen explosionsartig ihre Größe entfalten.

Am See ist eine einfache aufblasbare Schwimmboje wie die Restube active mitunter ausreichend, wenn man weniger als 300m vom Ufer entfernt paddelt. Auf der sicheren Seite ist man jedoch nur mit einer Schwimmhilfe bzw. -weste, die man über den Hals und im Schritt befestigen muss. Wir empfehlen die iPFD von Restube (75N) oder eine Palm Glide (100N), die beide den rechtsgültigen Normen entsprechen. Beide sind halbautomatische PFDs mit manuellem Handauslöser, welcher im Ernstfall gezogen werden kann. Beim SUPen ist ebenso eine Leash für uns obligatorisch.

Feste PFDs

Es gibt aber auch Situationen, wo wir eine feste PFD empfehlen:

  • Kinder bis 12 Jahre sollten immer eine feste PFD tragen, da das Hantieren mit einer aufblasbaren Schwimmweste nicht so einfach ist. Das Aufsteigen auf ein SUP mit Schwimmweste muss aber auch gelernt sein.
  • Im Fließwasser kommt sowieso nur eine fixe PFD in Frage.

Die Firma Palm hat viele sehr unterschiedliche Schwimmhilfen und -westen im Programm. Hier eine kleine Auswahl:

Das Model Palm Dragon ist eine einfache, auf das Wesentliche reduzierte, Schwimmhilfe, die es in den Größen XS/S, M/L und XL/XXL gibt.

palm dragon
Für Kinder gibt es die Palm Universal auch in den kleinen Größen KXS/S und KM/L. Die Auftriebskraft ist auf das geringe Körpergewicht der Kinder abgestimmt (20-40kg bzw. 30-50kg). Wichtig ist auch der Sicherheitsgurt im Schritt, der das Verrutschen verhindern soll.

palm universal

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